Anthony Bushell
Today German’s own position as a second language represents something of an enigma. As the largest l...
Download (PDF - 123 kb)   Some fundamentals for teaching and learning German[1] ...
[1] Stephan Jaeger, University of Manitoba Download (PDF - 185kb) Einführung: Interdi...
Das Thema Nationalsozialismus ist Bestandteil des landeskundlichen Deutsch­unterrichts und findet...
Einleitung Ziel dieses Beitrages ist die Darstellung und Vorstellung verschiedener erfolgreic...

Forschungsforum

'Die DDR und die „Bürger deutscher Herkunft“ in Kanada: die Rolle der Gesellschaft Neue Heimat (1980-1990)

Manuel Meune

Der in der Weimarer Republik entstandene und im Nationalsozialismus zu voller Entfaltung gekommene Verein für das Deutschtum im Ausland (VDA) wurde 1945 als Träger der rassenideologisch fundierten NS-Expansionspolitik von den Alliierten verboten. 1955 wurde er in der Bundesrepublik Deutschland neu gegründet, durfte wieder die kulturellen Interessen der Deutschsprachigen im Ausland vertreten, kam aber wegen der Betonung des „Deutschtums“ oft in den Ruf, ein Bund mit ultrakonservativen Zielen zu sein. Weniger bekannt ist, dass in der Deutschen Demokratischen Republik 1964, sozusagen als kommunistisches Pendant zum kapitalistischen VDA, die Gesellschaft Neue Heimat (GNH) gegründet wurde. Ihr Ziel war es, Kontakte mit „Bürgern deutscher Herkunft im Ausland“ (BdHA) – wie die Auslandsdeutschen im DDR-Wortschatz hießen – zu pflegen, und sie mit der „anderen“ deutschen Wirklichkeit vertraut zu machen. Dazu gehörten auch laut Statistiken der 80er Jahre 2,5 Millionen Kanadier deutscher Herkunft, oder zumindest jene, die der deutschen Sprache noch mächtig waren, d. h. vor allem die Vertreter der großen Einwanderungswelle der Nachkriegszeit. Ohne es immer zu wissen, wurden diese zu einer der Gruppen, um deren Gunst sich die ideologisch antagonistischen deutschen Staaten während des Kalten Krieges bemühten.

Der in der Weimarer Republik entstandene und im Nationalsozialismus zu voller Entfaltung gekommene Verein für das Deutschtum im Ausland (VDA) wurde 1945 als Träger der rassenideologisch fundierten NS-Expansionspolitik von den Alliierten verboten. 1955 wurde er in der Bundesrepublik Deutschland neu gegründet, durfte wieder die kulturellen Interessen der Deutschsprachigen im Ausland vertreten, kam aber wegen der Betonung des „Deutschtums“ oft in den Ruf, ein Bund mit ultrakonservativen Zielen zu sein. Weniger bekannt ist, dass in der Deutschen Demokratischen Republik 1964, sozusagen als kommunistisches Pendant zum kapitalistischen VDA, die Gesellschaft Neue Heimat (GNH) gegründet wurde. Ihr Ziel war es, Kontakte mit „Bürgern deutscher Herkunft im Ausland“ (BdHA) – wie die Auslandsdeutschen im DDR-Wortschatz hießen – zu pflegen, und sie mit der „anderen“ deutschen Wirklichkeit vertraut zu machen. Dazu gehörten auch laut Statistiken der 80er Jahre 2,5 Millionen Kanadier deutscher Herkunft, oder zumindest jene, die der deutschen Sprache noch mächtig waren, d. h. vor allem die Vertreter der großen Einwanderungswelle der Nachkriegszeit. Ohne es immer zu wissen, wurden diese zu einer der Gruppen, um deren Gunst sich die ideologisch antagonistischen deutschen Staaten während des Kalten Krieges bemühten.

Die GNH unterstand der 1961 gegründeten Liga für Völkerfreundschaft,[1] die – vor allem vor der Normalisierung der diplomatischen Beziehungen zwischen der DDR und den westlichen Staaten in den 70er Jahren – als „para-diplomatische“ Instanz die Beziehungen mit DDR-interessierten Leuten im Ausland vertiefen wollte, um die internationale Anerkennung der DDR zu fördern, insbesondere durch so genannte „nationale Freundschaftsgesellschaften“. So entstanden auch in Kanada „Freundschaftskomitees“, wie das Kanada-DDR-Komitee in Toronto.[2] Obwohl deren Leiter oft deutschsprachige Kommunisten waren, sollten diese Organisationen allen „fortschrittlichen“ Menschen aus der breiten Öffentlichkeit offen bleiben. Doch die Gesellschaft Neue Heimat unterstützte ausschließlich die Auslandsdeutschen – allerdings nur die aus Übersee, da die Präsenz deutschsprachiger Minderheiten im Osten Europas tabuisiert war. Wegen des heiklen Charakters des Themas Auswanderung blieb die diskrete Beschäftigung mit den „BdHA“ Sache einiger Partei- und Kulturfunktionäre.

Es ist schwierig, die ersten Kontakte zwischen der GNH und kanadischen Institutionen zeitlich festzulegen. Die ersten Briefe, zu denen wir Zugang haben,[3] gehen auf 1975 zurück, kurz nach der Anerkennung der DDR durch Trudeaus Kanada. Wir werden uns vor allem mit den 80er Jahren beschäftigen, die Korrespondenz zwischen dem Hauptansprechpartner der GNH, Erich Wischnewski, und drei Kategorien von Korrespondenten untersuchen, die als wichtig galten, um Einfluss auf die deutsch- bzw. gesamtkanadische Bevölkerung auszuüben: Vertreter von Vereinen, Deutschlehrer und Pastoren.

Die GNH galt als viel weniger politisch als die Liga für Völkerfreundschaft.[4] So erscheint der Ton des Briefwechsels mit der GNH anders als etwa zwischen der „Liga“ und Leitern des Kanada-DDR-Komitees. Die GNH war keineswegs ideologisch neutral, aber der Diskurs änderte sich, je nach Sympathiegrad der Korrespondenten mit dem DDR-Regime. Möglicherweise sind besonders negative Reaktionen im Archiv nicht enthalten, aber es ist erstaunlich – wenn man weiß, wie kritisch in vielen Leserbriefen der deutschkanadischen Presse mit dem Thema DDR umgegangen wurde –, dass so viele Korrespondenten doch sehr freundliche Worte fanden, wenn sie die GNH anschrieben.


Kontakte mit dem deutschkanadischen Vereinswesen
Oft wandten sich Leute als Vertreter einer Organisation an die GNH, weil sie die Neue Heimat, die von ihr herausgegebene Zeitschrift für Auslandsdeutsche, entdeckt hatten und vor der Einrichtung der DDR-Botschaft in Ottawa 1988 als einzige Kontaktstelle zur DDR sahen. Manchmal wurde dabei eine Art individuelle psychologische Hilfe geleistet. So kommentierte eine Frau ein Foto in der Neuen Heimat, auf dem ein Sowjetsoldat 1945 Brot an Kinder verteilt, dass das Einzige, was sie mit Kriegsende und Russen assoziiere, Vergewaltigung sei.[5] Hier antwortete Wischnewski mit Sensibilität, Krieg verrohe die Menschen „auf beiden Seiten“.[6] Zwar nutzte er die Gelegenheit aus, um der Frau für ihren Verein Materialien über die DDR anzubieten, aber er versuchte nicht – wie oft in anderen Briefen –, die Überlegenheit des sowjetischen Systems zu demonstrieren.

Kontakte mit dem 1984 gegründeten Deutschkanadischen Kongress entstanden nach den zugänglichen Dokumenten erst 1987, aber der Ton war freundlich. Es wurde auf kanadischer Seite auf die „interessierte[n] Abnehmer“ der Neuen Heimat hingewiesen, die so „einen Teil ‚Alte Heimat’“ wieder fanden,[7] und einer völligen Normalisierung der Beziehungen zur DDR schien nichts im Wege zu stehen.[8] Es kam Post aus ganz Kanada. Gefragt, angeboten und geschickt wurden z. B. DDR-Kalender, Bücher, Briefmarken, Poster, usw.[9] Oft hatten die Leute spezifische Wünsche, zu denen die GNH kein Material vorrätig hatte, aber gegebenenfalls schrieb sie Stellen an, die sie bei der „auslandsinformatorischen Arbeit“ unterstützen könnten – etwa Bezirksräte oder Museen, um an Stadtwappen,[10] Schnittmuster für Thüringer Trachten oder Informationen über Braunschweiger Uniformen der britischen Hilfstruppen in Kanada[11] heranzukommen. Wenn das Interesse den Befreiungskriegen gegen Napoleon galt,[12] fehlte der Hinweis auf die „Pflege progressiver Traditionen der deutschen Geschichte“ nicht, und bei allem Willen, den „Bürgern deutscher Herkunft“ ohne Rücksicht auf ihre politischen Meinungen zu helfen, wurde gehofft, mehr Sympathie für die DDR zu ernten: „Wir haben Ihnen außerdem einige Informationsliteratur über unser Land beigelegt“, so die Standardformel.[13]

Manchmal entsteht der Eindruck, dass die Korrespondenten der GNH schmeichelten, um dadurch Bekannten in der DDR Vorteile zu verschaffen. So wollte Herr B.P. aus Ontario den Kanadiern „das richtige Bild über die DDR unterbreiten“[14] und hoffte dabei, dass seine Bekannten aus Jena im westlichen Wolfenbüttel an einer deutschkanadischen Veranstaltung teilnehmen könnten.[15] Doch dafür war die GNH nicht zuständig, und Sympathie für das Regime konnte sie eher durch Angebote an „Informationsreisen“ erreichen (12 Tage mit Unterkunft, ohne Flugticket), etwa an Medienleute und Vereinsleiter. Moderatoren von deutschsprachigen Sendungen bekamen Schallplatten – unter der Bedingung, dass die Herkunft der Musik erwähnt werde –, und wenn die GNH das Gefühl hatte, dass das Interesse an der DDR ernst gemeint war, folgte eine Einladung. Für Vereinsleiter lautete die Standardformel: „Wir würden es gerne sehen, wenn Sie oder ein anderer Vertreter Ihres Clubs an einer solchen Reise teilnehmen würde, da wir mit Ihrem Club bisher nur brieflichen Kontakt pflegen konnten“.[16] Außerdem wandte sich die GNH zu bestimmten Anlässen, so z. B. zum 750. Jubiläum Berlins 1987, an Vereinigungen, um ihnen einschlägiges Fotomaterial und Literatur zur Verfügung zu stellen.[17]


Deutschlehrer und Buchhändler als Partner und „Informanten“
Zu den wichtigen Partnern, die die Gesellschaft Neue Heimat bei der „Förderung der deutschen Sprache im Ausland“ unterstützte, gehörten ebenso die Deutschlehrer, die durch ihr berufsbedingtes Interesse an aktueller Politik und ihre Rolle als Vorbilder begehrte Gesprächspartner waren. So gehörte Ronald Rhodes aus Kitchener zu denen, die eine Studienreise unternahmen. Sein Bericht für die Neue Heimat betonte die „Kontraste“ zwischen dem „Bunten“ und dem „Grauen“ und erwähnte, dass „Erstaunliches“ geleistet worden war und doch „noch viel zu tun“ blieb; er wurde aber ungekürzt veröffentlicht.[18] Einen größeren Einschnitt im Leben schien die Reise von Frau H.R. aus Alberta bewirkt zu haben. Danach schrieb sie: „Unser Bild änderte sich zusehends. Standen wir anfangs allen Eindrücken skeptisch gegenüber, hatten wir am Ende der Reise unsere Ansichten revidiert“.[19] Sie hatte zwar vorher betont, Lehrer sollten „über die andere Seite“ Informationen erhalten, da das Goethe-Institut sonst allein das Feld besetze,[20] aber die Wichtigkeit, Land und Leute „persönlich kennenzulernen“ sei ihr nach der Reise erst recht klargeworden.[21] Sie wollte Vorurteile bekämpfen und dazu beitragen, das Image der DDR zu ändern, etwa auf Lehrerkonferenzen.[22] Sie teilte der GNH mit, welche Filme bei Lehrern (nicht) gut ankommen, oder wie diese auf Angebote an Informationsreisen reagierten.[23] Sie verschwieg unangenehme Fragen nicht – etwa „Warum reden [DDR-Bürger] nicht, wie sie denken?“ oder „Warum verfluchen sie ihr Paradies?”[24] – und äußerte konstruktive Kritik zu Texten von DDR-Broschüren – vor allem bezüglich ungeschickter Übersetzungen ins Englische. Auch Ronald Rhodes erwähnte die kontraproduktiven Propagandaaktionen, etwa bei gespendeten Büchern für den „Deutschwettbewerb“ – so gebe es im Jugendlexikon „zu viel Politisches“ und ein Bastelbuch sei „wahrscheinlich besser“.[25]

Lehrer wurden aber keineswegs nur als „Informanten“ missbraucht. Diese Komponente des Briefwechsels zeigt eher, wie wenig die DDR-Behörde über das deutschkanadische Schul- oder Vereinswesen wusste. Neben den Lehrkräften war auch der Buchhändler Hans Grunsky, ein langjähriger DDR-Sympathisant, der sich in den 30er Jahren in Toronto niedergelassen hatte, eine treue Quelle: er hatte neben seinen Kontakten zum Kanada-DDR-Komitee einen guten Einblick in die deutschkanadische Vereinswelt; er organisierte einen DDR-Tisch bei der jährlichen deutschen Buchausstellung und gab der GNH Auskunft über deren Anklang, etwa über die Erleichterung einiger, dass die Ausstellung 1981 zum ersten Mal nicht mehr im Goethe-Institut stattfand.[26] Er informierte über Akademiker als potenzielle „Studienreisende“,[27] über Vereinsleiter mit „anti-links Einstellung“,[28] half der GNH, ihre veraltete Liste von deutschen Sprachschulen zu überarbeiten – und bedauerte dabei das Legitimitätsdefizit des Leipziger Herder-Instituts, da die Schulen über die Trans-Kanada-Allianz „sämtliche Lehrmaterialien“ vom Goethe-Institut bekämen.[29] Er informierte auch über die oft als reaktionär bezeichnete Wochenzeitung Kanada Kurier, die „bedeutend berichtsfreudiger“ geworden sei, seit Chefredakteur Längin 1982 auch an einer Studienreise in der DDR teilgenommen hatte. Sollte diese Wandlung „von Dauer“ sein, schrieb Grunsky, wäre „hiermit ein großer Wurf gelungen“.[30]


Dankbar und misstrauisch – die Gratwanderung der Pastoren
1983, im Jahr des 500. Geburtstages von Luther, fand eine der größten „Charme-Offensiven“ der DDR im Hinblick auf das Ausland statt. Die Zeiten des Kampfes um die Anerkennung waren vorbei und bei allem Pochen auf die Eigenstaatlichkeit der DDR wurde entkrampfter an das gesamtdeutsche historische Erbe appelliert. Der etwas entideologisierte Bezug auf „große Figuren“ wie Friedrich den II. oder Luther sollte dem DDR-Staat Sympathie einbringen. So hoffte die GNH auf einen Durchbruch, indem sie Materialien anbot und Reisen zu Luthergedenkstätten für Pastoren organisierte. Diese erhielten Briefe, die die Rolle der Kirchen betonten – und leicht relativierten –, wie in diesem, wo der in der DDR politisch korrekte Ausdruck „Bürger deutscher Herkunft im Ausland“ ausnahmsweise nicht verwendet wurde:

Wir unterstützen die Bemühungen der im Ausland lebenden Deutschen, Verbindung zu ihrer ehemaligen Heimat zu halten, deutsche Sprache und Kultur, Sitten und Gebräuche zu pflegen. […] Im Rahmen dieses Wirkens bestehen auch zahlreiche Verbindungen mit deutschsprachigen Kirchengemeinden, auch in Kanada, und es ist verständlich, dass das Jubiläum des 500. Geburtstages von Dr. Martin Luther […] im Mittelpunkt des Interesses steht.[31]


Dabei war der Druck einiger Instanzen[32] auf die Pastoren, die anlässlich offizieller Reisen den Dialog weiterführen wollten, aber somit zur Legitimierung der DDR-Politik beitragen könnten, besonders stark. Pastor F. gehörte zu denen, die sich für ein faires Verhältnis zur DDR einsetzten und dadurch Probleme mit seiner Hierarchie erlebten.[33] Er wurde von Hans Grunsky als „völlig partei-lose[r] und daher umso einflussreiche[r] Mitarbeiter für die großen Ziele“ bezeichnet, und es gelang ihm, 1983 eine kleine Gruppe junger Leute in die DDR mitzunehmen. Doch seine Anstrengungen, in Toronto oder Montreal mehr Interessenten zu finden, blieben erfolglos;[34] Wischnewski bedauerte die „Schwierigkeiten, die man ihm macht“, denn „jetzt traut sich wohl niemand so recht, eine Einladung anzunehmen“.[35]

Wir haben acht Pastoren gezählt, die mit der GNH in Kontakt standen (aus Manitoba, Québec und Ontario), und auf diese Angebote unterschiedlich reagierten. Pastor E. aus Winnipeg, der eine „Pilgerreise in das Lutherland“ erwog, zeigte sich von den Dokumentarfilmen und Büchern begeistert, die die GNH zum „Jubiläum des großen deutschen Reformators“[36] schickte: „Darauf können wir nur laut […] antworten: ‚Ja und Amen’“.[37] Reisen wurden aus Privatgründen abgelehnt, aber einige taten dies aus politischen Gründen und wollten für das Regime nicht als „Alibi-Lutheraner“ herhalten. So empfand Pastor R. den Druck, der mit der Anhäufung von Geschenken wuchs, als unheimlich: „Nach reiflicher Überlegung“ sagte er die Reise ab; bei aller Dankbarkeit über kostenfreie Dias wolle er sich „im Annehmen solcher Dinge etwas Zurückhaltung auferlegen“, was auch für die angebotene Reise gelte.[38] Auf den unterschwelligen Vorwurf mangelnder Uneigennützigkeit antwortete Wischnewski pikiert-diplomatisch, dass sich aus den „gerne geschickt[en]“ Luther-Materialien „keine Verpflichtungen“ ergäben. Die GNH wolle „als Gesellschaft im Geburts- und Wirkungsland Dr. Martin Luthers“ nur „die lutheranischen Kirchen im Ausland“ unterstützen und fragte, ob die Rolle der Kirche nicht darin bestehe, „das, was manche böswillige Politik entzweit, durch gutwilliges Wirken zusammen[zu]führen“.[39]

Aufschlussreich ist auch der Briefwechsel mit Pastor P., aus Ontario, der schon 1975 mit Wischnewskis Vorgänger, Heinz Zantopf, begann. Bezüglich des kontroversen Themas Reisefreiheit relativierte letzterer den „rein menschlichen Standpunkt“ des Pastors mit dem Hinweis auf die Erkenntnis der „wahren geschichtlichen und gesellschaftlichen Vorgänge“.[40] Die „Wahrheitsdebatte“ ging mit Wischnewski weiter, als Pastor P. 1982 die Luther-Tour ablehnte. Er sei entsetzt, wie man Luther „als sozialen und bürgerlichen Reformer hinzustellen versucht“:

Luther war, der er war, darum weil er ein gläubiger Christ war, der in allen Dingen Gott in Jesus Christus an die Erste Stelle stellt. […] URSACHE und WIRKUNG müssen auch von einem atheistischen Staat dargestellt werden. Im gleichen Sinn kann ich als Christ mich nicht mit Sozialismus und Kommunismus befassen, ohne dabei die Urheber dieser Philosophie – wie Lenin, Marx, Engels, etc. – in den Mittelpunkt zu stellen. Darum, weil das Lutherkomitee nur die halbe, nicht aber die GANZE Wahrheit über Luther darlegt, möchte ich Sie bitten, mich mit weiteren Veröffentlichungen dieses Komitees zu verschonen.[41]


Doch Pastor P. fügte einen Satz hinzu, der für das langjährige Verhältnis einiger Deutschkanadier mit GNH-Behörden typisch ist: „As we say in English: nothing personal. Meine Kritik betrifft die Sache und nicht Ihre Person“.[42]


Reizwörter „Deutsch(tum)“ und „Frieden“: Wortwahl und politische Debatten
Die politische Komponente stand bei der GNH, wie schon erwähnt, nicht so sehr im Vordergrund wie bei der Liga für Völkerfreundschaft. So wurden Begriffe wie „Volkstumsarbeit“ oder „Deutschtum“, die in deutschkanadischen Kreisen weitgehend unproblematisiert blieben, die jedoch in Ost- und West-Deutschland wegen der berüchtigten Sakralisierung des Deutschseins durch die Nazis oft als anachronistisch-subversiv betrachtet wurden, von der GNH nicht als irrelevant zurückgewiesen. Bedankte sich ein Korrespondent für die Hilfe bei der „Volkstumsarbeit“ oder der „Erhaltung des Deutschtums in Kanada“,[43] so fand man bei der GNH keine Spur von jenem Belehrungswillen, der nach Horst Döhler, dem Vorsitzenden des Kanada-DDR-Komitees, von der Liga für Völkerfreundschaft praktiziert wurde, die dessen Arbeit als „deutschtümelnd“ abqualifiziere, ohne Ahnung von kanadischen Verhältnissen zu haben. Die GNH benutzte außerdem anstatt „Bürger deutscher Herkunft in Kanada“ manchmal das Bindestrich-Wort „Deutsch-Canadier“ – allerdings mit C, als sei ein K zu deutschtümelnd. Als sich ein Professor aus Ontario für eine Ausstellung nach Materialien erkundigte, schrieb Wischnewski, die GNH wolle sein „Anliegen, deutsche Kultur und Geschichte bei den Deutsch-Canadiern wach zu halten“ gerne unterstützen.[44] Als es 1987 darum ging, Interesse für das Berlin-Jubiläum zu erwecken, wurde sogar auf zweideutige Weise von „Landsleute[n] im Ausland“[45] gesprochen, als sei die Zweistaatlichkeit passé.

Beim heiklen Begriff „Deutsch(land)“ wurde es etwas kompliziert, z. B. als Herr K.M. aus Alberta – der in Bezug auf den westdeutschen Staat immerhin die DDR-spezifische und im Westen verpönte Abkürzung BRD benutzt hatte –, im Vorfeld einer multikulturellen Veranstaltung einige Bilder beantragte:

Ich bin ein gebürtiger Berliner, dessen Auffassung der deutschen Kultur in den Grenzen des deutschsprachigen Gebiets, sei es Cottbus, Wien, Zürich oder Kiel, liegt. Für die 1987er Edmontoner Erbguttage beabsichtige ich eine Landkarten-Bildertafel zusammenzustellen […], die auch das Gebiet der DDR einfasst. Die Tafel wird als Mittelpunkt eine Landkarte Deutschlands haben [von der GNH rot unterstrichen].[46]


Wie erwartet wurden das Wort „Deutschland“ und der Begriff „deutsche Kultur“ als Störfaktoren empfunden. Die GNH wollte jedoch nicht den Eindruck einer Fixierung auf deutsch-deutsche Verhältnisse erwecken, und bemühte zuerst die Alpenländer, um die kulturell-ethnische Definition des „Deutschen“ anzuprangern:

Richtiger ist es dann, von deutschsprachiger Kultur zu sprechen, denn die Österreicher und Schweizer in Canada werden ja wohl ihre Kultur selber vorstellen. Die von Ihnen genannte Tafel wird „als Mittelpunkt eine Landkarte Deutschlands haben“. Hierbei müsste jedoch die gleichberechtigte Darstellung und Benennung der beiden deutschen Staaten gewährleistet sein – auch kartenmäßig in den bestehenden Grenzen.[47]


Daraufhin beruhigte K.M. die GNH und erklärte, Schweizer und Österreicher hätten in seinem Projekt tatsächlich nichts zu suchen. Allerdings unterstrich er, inwiefern die Identitätsbildung der Deutschsprachigen im Einwanderungsland Kanada besonders sei, und warum die ethnische Definition der deutschen Nation oft Vorrang über die politische habe:

[Viele] stammen aus Ostpreußen, Westpreußen, Posen, Schlesien und Pommern, […] kennen Deutschland oft nur in den Grenzen von 1914 oder 1937. […] Das Potsdamer Abkommen und dessen Konsequenzen sind gewöhnlich nur gute Begriffe für Kanadier, die nach dem 2. Weltkrieg einwanderten. Im Rahmen der Deutschlandstudien in Kanada werden alle drei Deutschkulturen eingefasst, weil an den meisten Stellen die Sprachzugehörigkeit die Nationalzugehörigkeit verwischt hat, so dass z. B. eine Kleinstadt westlich von Edmonton den Ruf hat, von Deutschen, im Sinne von vor 1914, gegründet worden [zu sein], wenn es in Wirklichkeit Österreicher waren. So befasse ich mich nicht nur mit „deutschen“ Angelegenheiten, sondern auch mit deutschsprachigen, im Fall der Ausstellung aber nur mit „Deutschen“ im Sinne von Deutschland.[48]


Jemand in der GNH hatte zwar den Satz über die Sprachzugehörigkeit unterstrichen und mit einem Ausrufezeichen am Rand versehen, dennoch gab sich Wischnewski mit den Erklärungen zufrieden und war dazu bereit, Ausstellungsmaterial zu schicken, solange „keine gesamtdeutsche Darstellung, sondern eine Information über die bestehenden beiden deutschen Staaten erfolgt“.[49]

Es gab aber andere Reizthemen. So beschwerte sich Herr G.R., aus Ontario, über das „1000fach erwähnte“ Wort „Frieden“ in der Zeitschrift Neue Heimat. Die Sowjetunion sei militärisch schon so stark, dass „auch nicht die USA einen Angriff wagen könnten“, auch nicht, fügte er mit einer Stichelei hinzu, „wenn noch 1000 Afghanistans einverleibt würden“.[50] In der Antwort galt die Selbstkritik der GNH höchstens der Form, und das Pochen auf die „Wahrheit“ wurde nicht relativiert:

Inwieweit die Redaktion unserer Zeitschrift dieses Problem so behandelt und darstellt, dass die Leser es verstehen, darüber möchte ich jetzt hier nicht urteilen – als „Gelaber“ würden wir es aber nicht bezeichnen. […] Unverständlich, dass Sie daher nur Honecker und Andropow erwähnen – ist Reagan in Ihren Augen ein Friedensengel? Zu Vertrauen gehört Offenheit, Ehrlichkeit und Wahrheit vor allem in der Information. Wir erlauben uns, Ihnen ein kleines Informationsheft beizulegen.[51]


Als G.R. antwortete, er möchte „Reagan und Andropow in ein Zimmer einsperren“, bis sie zu einem „vernünftigen Ergebnis“ kämen,[52] wurde ihm geantwortet, dass Frieden und Krieg „nicht nur in den Händen zweier Männer“ lägen und dass die Politik der USA durch „Kräfte des Militärs und der Industrie bestimmt wird“. Auch Trudeaus Kanada trage als NATO-Mitglied für die Stationierung neuer Raketen „Mitverantwortung“.[53] Gegenüber dem Unwillen seines Kontrahenten, einzusehen, dass Sowjets und Amerikaner schuld an der Aufrüstung und „unmoralisch“ seien, nachdem „hin und her“ und „aneinander vorbei[ge]rede[t]“ worden war, erklärte er: „wir [sind] in zwei verschiedenen Welten aufgewachsen […] und Sie [werden] mich deshalb niemals verstehen“.[54]

Immerhin ging der Briefwechsel weiter. Trotz seiner Kritik wurde G.R. in die DDR eingeladen und befand sich dabei auf einer Gratwanderung zwischen dem Willen, die Reise nicht zu gefährden, indem er die DDR-Bürokratie kritisierte, und dem Willen, die Widersprüche des Regimes zu entlarven: „Wir haben für längere Zeit korrespondiert und Sie wissen, dass ich kein Mörder [bin]. […] Ich gebe zu, dass ich hier u. da etwas gemeckert habe – jedoch: wie kann ich das Gute sehen, wenn die Reise für mich derartig erschwert wird“.[55] Die Antwort klang ironisch, als würde für DDR-Bürger Reisenormalität in den Westen herrschen: „Wenn wir eine Einreise nach Canada beantragen, erhalten wir sie auch nicht in 14 Tagen. Dafür gibt es in jedem Land, bei jedem Konsulat, eine festgelegte Bearbeitungszeit“.[56] Darauf antwortete G.R. – in Anspielung auf Honeckers gescheiterte Reise in die Bundesrepublik – mit einem Humor, der an die DDR-Witzkultur erinnert:

[Ich bitte] um Entschuldigung […]. [Man will] es manchmal nicht wahr haben, dass es Wochen oder sogar Monate dauert, bis man die Erlaubnis bekommt, von Deutschland nach Deutschland zu reisen. (Nicht einmal Herr Honecker bekam sie.) Letzteres bitte im humorvollen Sinn zu verstehen! Unsere Zeitungen schrieben recht viel über Honeckers abgesagten Besuch. An sich sehr bedauerlich. Aus der Guelpher Zeitung: Erich Honecker has become the latest East German to try, and fail, to cross the Berlin Wall.[57]


In einem vorigen Brief hatte er schon eine Kanada-Reise für einen DDR-Funktionär als selbstverständlich hingestellt: „Ein persönlicher Eindruck wäre nat[ürlich] das Beste – kommen Sie nicht mal hierher?“[58] Dieser Humor mag geschmacklos klingen, erscheint aber typisch für einige Briefe, in denen bewusst ein provokatorisch-wohlwollender Ton eingesetzt wurde. Schließlich ist dieser ganze Briefwechsel ein Beispiel dafür, wie sich Deutschkanadier auf ihre Weise, aus der Ferne, am deutsch-deutschen Dialog beteiligten, und wie bei allem scheinbar aussichtslosen Argumentenaustausch „menschliche Substanz“ gerettet wurde. Dabei war die „neutrale“ GNH, die innerhalb der Liga für Völkerfreundschaft eine Nische darstellte, auch besser geeignet als diese, um zu zeigen, wie man unter „Klassenfeinden“ ein respektvolles Verhältnis entwickeln kann.


Die Wende-Korrespondenz: welche Schlüsse?
Es ist schwierig, an Hand relativ offizieller Briefe, Indizien über die Tiefe der geknüpften menschlichen Beziehungen zu finden. In einigen Fällen zeigt die Wende-Post aber eindeutig, wie freundschaftlich sie geworden waren – oft nach Begegnungen in der DDR. Dennoch bekamen die meisten Standardformeln über die Tatsache, dass sich inzwischen „viel Erfreuliches ereignet hat“, doch „auch manches Unerfreuliche“. Als 1990 die DDR „von der Bühne abging“, meldeten sich die deutschkanadischen Statisten zu Wort, um ihre Interpretation der Geschichte zu geben. Sie schrieben ermutigende Worte, oder schlugen Lösungen vor, um die GNH doch zu retten. Ein Lehrer bat um Zusendung von Büchern, auch von nicht mehr aktuellen: „Alles kann man ‚bearbeiten’“, schrieb er, fast schon „ostalgisch“.[59] Die fatalistische Zusage lautete: „Wir schicken sie Ihnen demnächst, denn wer weiß, wie die Welt am Jahresende aussieht!“[60] Tatsächlich hatte die GNH bei der laufenden Fusion mit dem VDA ihre Autonomie eingebüßt. Bei der Umorientierung ging die „Verwestlichung“ der Beschäftigung mit den „BdHA“ mit der „Veröstlichung“ des Schwerpunktes einher, und Wischnewski zögerte zwischen einem Bekenntnis zu den neuen Entwicklungen und dem Festhalten an alten Prinzipien:

Die Dinge in Richtung deutsche Einheit [sind] weit fortgeschritten. So gut und erwünscht das ist, so kommen doch auch manche neuen Probleme auf die Menschen bei uns zu, die nicht nur von Vorteil sind. Der freie Markt war ja bisher Konkurrenz und vor allem Arbeitslosigkeit. […] Die Tätigkeit der „Gesellschaft Neue Heimat“ geht weiter – sogar verstärkt. Allerdings widmen wir uns jetzt zunächst vor allem den Problemen der Deutschen in Osteuropa, sie brauchen sehr nötig Unterstützung. Sicher haben Sie bereits aus unserer Zeitschrift „Neue Heimat“ entnommen, dass wir mit dem VDA der Bundesrepublik eine enge Zusammenarbeit vereinbart haben […] – eine logische Entwicklung.[61]


Am besten lässt sich der mentale Prozess, den viele erlebten, an der Wortwahl ablesen: die „BRD“ ist zur „Bundesrepublik“ geworden und die „Deutschsprachigen“ sind eindeutig „Deutsche“. Diese rasche Anpassung wurde übrigens von Seiten vieler Mitarbeiter der „politischeren“ Liga für Völkerfreundschaft kritisiert,[62] die es bedauerten, dass GNH-Mitglieder schnell bereit waren, ihre Karteien dem berüchtigten VDA zur Verfügung zu stellen. Aber dass die GNH bei aller Linientreue vor Dialogen nicht zurückschreckte, in denen Auslandsdeutsche auch konservatives Gedankengut zum Ausdruck bringen durften, mag auch erklären, warum ihre Mitarbeiter sich im neuen System schnell zu Recht finden konnten.[63]

Es ist nicht leicht, die tatsächliche Rolle der Gesellschaft Neue Heimat einzuschätzen. Um ein genaueres Porträt zu haben, müsste man ihre Aktion in den USA analysieren. Man darf ihre Macht nicht überschätzen, wenn man bedenkt, dass sie nicht einmal zehn Leute beschäftigte (in der „Liga“ waren es um die hundert), dass sie in den achtziger Jahren höchstens mit 25 Leuten aus Kanada in ständigem Kontakt stand – oder wenn man feststellt, dass der VDA auf seiner Internetseite die Existenz der GNH und die Fusion beider Instanzen mit keiner Zeile erwähnt. Aber bedenkt man, dass die Korrespondenten oft wichtige Multiplikatoren waren, die in deutschkanadischen Kreisen eine zentrale Rolle spielten, so sieht man, dass die GNH doch einige Erfolge verbuchen konnte. Bescheidene Erfolge, wenn man sie mit denen von westdeutschen Institutionen vergleicht, aber Leistungen, die zur Banalisierung der DDR bei Deutschkanadiern beitrugen, auch wenn bei vielen nach wie vor Abneigung oder Gleichgültigkeit überwogen.

 

Literaturverzeichnis


Archivmaterial
Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv. Berlin: DY 13, 2950-2951.

Interviews
Birch, Heinz (DDR-Botschafter in Kanada, 1988-1990): Interview von Manuel Meune, Berlin, 28. Februar 2005.

Eichler, Ginga (Nordamerika-Beauftragte in der Liga für Völkerfreundschaft): Interview von M. Meune, Berlin, 6. August 2004.

Lorf, Peter (stellvertretender Kulturminister für internationale Beziehungen der DDR): Interview von M. Meune, Berlin, 12. August 2004.

Sekundärliteratur
Bulla, Marcel. Zur Außenpolitik der DDR. Bestimmungsfaktoren - Schlüsselbegriffe - Institutionen und Entwicklungstendenzen. Melle: Knoth, 1988. (Deutschland-Report 4).

Kasper, Gerhard, und Bernhard Köcher. Die Liga für Völkerfreundschaft der DDR 1961-1990. Berlin: AGEF, 2003.

Meune, Manuel. „‚Engels war der größte marxistische Deutschtümler’– Horst Döhler and the Canada-GDR Committee Facing the Liga für Völkerfreundschaft.“ German-Canadian Yearbook 18 (2004): 197-217.

Pfeil, Ulrich. Die DDR und der Westen: Transnationale Beziehungen 1949-1989. Berlin: Links, 2001.

Scholtyseck, Joachim. Die Außenpolitik der DDR. München: Oldenburg, 2003. (Enzyklopädie deutscher Geschichte 69).

Siebs, Benno-Eide. Die Außenpolitik der DDR 1976–1989: Strategien und Grenzen. Paderborn: Schöningh, 1999.





[1] Siehe Gerhard Kasper und Bernhard Köcher, Die Liga für Völkerfreundschaft der DDR 1961-1990 (Berlin: AGEF, 2003).

[2] Siehe Manuel Meune, „‚Engels war der größte marxistische Deutschtümler’. Horst Döhler and the Canada-GDR Committee Facing the Liga für Völkerfreundschaft“, German-Canadian Yearbook 18 (2005): 197-217.

[3] Alle zitierten Briefe sind unveröffentlicht und stammen aus der SAPMO-DDR (Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv), Berlin: DY 13, 2950-2951.

[4] Lorf, Peter (stellvertretender Kulturminister für internationale Beziehungen der DDR); Interview von M. Meune, Berlin, 12. August 2004: „Es war den GNH-Leuten egal, wer links oder rechts war. Die Zielsetzung war eine andere – sie hatten auch weniger Ressourcen“. Dies wurde von Heinz Birch, dem ersten – und letzten – DDR-Botschafter in Kanada, bestätigt (Interview von M. Meune, Berlin, 28. Februar 2005).

[5] G.S., Brief vom 17.7.85. In den Fußnoten werden für Briefe an die GNH nur die Namen der Absender angegeben. Falls nicht anders angegeben, ist der Empfänger Erich Wischnewski. Bei einigen Briefautoren werden Pseudonyme (beliebige Anfangsbuchstaben) benutzt.

[6] Wischnewski, E., an G.S., 25.7.85.

[7] Küster, Mathias, 20.7.88.

[8] Küster, M., 4.2.88.

[9] Bei den Büchern handelte es sich um Handbücher (etwa zu Volkstänzen), Wörterbücher, Landeskunde- und Deutschbücher aus dem Leipziger Herder-Institut oder Belletristik. Zum didaktischen Material gehörten auch Bilder- und Dia-Serien, sowie Dia-Ton-Vorträge. Beliebt bei den Empfängern waren Schallplatten mit Schlager- und Volksmusik. Ferner wurde Karten, Wimpel, Biergläser und diverse Souvenirs geschickt – in seltenen Fällen sogar eine Thüringer Weitnachtspyramide.

[10] Wischnewski, E., an A.G., 5.7.82.

[11] B.P., 12.2.85, 26.4.88.

[12] B.P., 13.4.88.

[13] Diese Formel findet man in mehreren Briefen.

[14] B.P., 29.4.85, 22.10.87, 1.7.88.

[15] B.P., 19.5.89.

[16] Wischnewski, E., an H.A., 10.7.87.

[17] Wischnewski, E., an einen Klub in Hamilton, 29.4.86.

[18] Rhodes, R., Neue Heimat, 6, 1986 [Rubrik „Aus der Sicht der Gäste“].

[19] H.R., an Peter Schreiber, Botschaft der DDR, Ottawa, 7.6.88.

[20] H.R., 16.2.87.

[21] H.R., 27.12.88.

[22] H.R., 24.5.88.

[23] H.R., 13.10.88.

[24] H.R., 18.11.88.

[25] Rhodes, R., 14.4.87.

[26] Vorher fand die Ausstellung im Donauschwaben-Klub statt; Grunsky, H., 6.1.81.

[27] Grunsky, H., 6.12.81.

[28] Grunsky, H., 2.5.83, 7.11.81.

[29] Grunsky, H., 9.8.83.

[30] Grunsky, H., 2.7.82.

[31] Wischnewski, E., an Pastor E., 25.8.82.
[32] Aus der Korrespondenz geht nicht genau hervor, wo der Druck her kommt. In Frage kommen die kanadischen Synodalbezirke, die Evangelical Lutheran Church of Canada, die 1966 aus den kanadischen Gemeinden der American Lutheran Church entstand, oder die „Canada Section“ der Lutheran Church in America. Beide Instanzen fusionierten 1986 zur Evangelical Lutheran Church in Canada (ELCIC).

[33] Grunsky, H., 25.11.81.

[34] Grunsky, H., 23.5.83.

[35] Wischnewski, E., an Grunsky, H., 30.6.83.

[36] Wischnewski, E., an Pastor E., J., 25.8.82.

[37] Pastor E., 26.6.82, 12.4.83.

[38] Pastor R., 10.3.84.

[39] Wischnewski, E., an Pastor R., 7.5.84.

[40] Zantopf, H., an Pastor P., 20.5.75.

[41] Pastor P., 8.11.82.

[42] Pastor P., 8.11.82.

[43] J.L., 20.7.88; R.F., 22.11.82.

[44] Wischnewski, E., an Fröschle, Hartmut, 11.6.85.

[45] Wischnewski, E., an Germania Club Hamilton, 29.4.86.

[46] K.M., an das Kulturministerium (an GNH weitergeleitet), 1.9.86.

[47] Wischnewski, E., an K.M., 30.11.86.

[48] K.M., 9.11.86.

[49] Wischnewski, E., an K.M., 3.12.86.

[50] G.R., 25.5.81.

[51] Wischnewski, E., an G.R., 27.12.82.

[52] Wischnewski, E., an G.R., 13.12.83.

[53] Wischnewski, E., an G.R., 10.1.84.

[54] G.R., 2.2.84.

[55] G.R., 16.8.84.

[56] Wischnewski, E., an G.R., 6.9.84.

[57] G.R., 14.9.84.

[58] G.R., 2.2.84.

[59] Rhodes, R., 3.4.90.

[60] Wischnewski, E., an Rhodes, R., 13.6.90.

[61] Wischnewski, E., an H.R., 18 6.90.

[62] Eichler, Ginga (Nordamerika-Beauftragte in der Liga für Völkerfreundschaft); Interview von M. Meune, Berlin, 6. August 2004.

[63] Wie lange Erich Wischnewski beim „neuen“ VDA blieb, ließ sich nicht ermitteln.